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Was hat die Angst vor Spinnen mit der Frage nach deinen Schwächen im Bewerbungsgespräch zu tun?
Ich hasse Spinnen. Egal ob kleine oder große. Ich weiß nicht ob es die acht Augen sind oder die vielen Beine. Alles was ich weiß: Ich hasse Spinnen.
Aus diesem Grund versuche ich sie zu vermeiden. Hass ist vermutlich das falsche Wort. Angst trifft es mehr. In Wahrheit habe ich einfach „Angst“ vor Spinnen.
Sie hassen die Frage.
Haben vor allem aber einfach Angst davor. Was sollst du auf die Frage wirklich antworten? Was darf man auf keinen Fall sagen?
Alles was du über die Frage nach den Schwächen wissen musst erfährst du in diesem Artikel:
Die meisten Bewerber denken sich…
Das wissen Personaler natürlich auch. Und trotzdem wird diese Frage weiterhin gestellt. Der Grund dahinter ist, dass du mit deiner Antwort – egal ob sie nicht zu 100% ehrlich ist – sehr viel aussagst. Den meisten Kandidaten ist es nicht bewusst, was sie alles kommunizieren, ohne es zu wissen.
Und dann passieren zwangsläufig Fehler…
Du hast vermutlich irgendwo schon mal gelesen oder gehört, dass du eine Stärke als Schwäche verkaufen solltest. Am besten noch eine Eigenschaft, die für den Job wichtig ist.
Sorry, wenn ich dir das sagen muss… aber das ist Humbug.
Bei 150 Interviews hört er das vermutlich 140 mal. Er spielt höchstwahrscheinlich Bullshit-Bingo mit seinen Kolleginnen mit genau diesen Antworten. Also mach das nicht.
Du zeigst damit hauptsächlich, dass du kurz mal gegoogelt hast und jetzt den selben Blödsinn nachplapperst wie alle anderen. Das war vermutlich nicht das was du kommunizieren wolltest, aber du hast es trotzdem gemacht.
Eine der Grundregeln im Bewerbungsprozess ist, sich von Anfang an von allen anderen Bewerbern abzuheben – egal ob beim Bewerbungsschreiben, beim Lebenslauf, oder im Bewerbungsgespräch. Mit so einer Antwort, hebst du dich definitiv nicht ab.
Damit du in Zukunft trotzdem ein geniales Job-Interview ablieferst, kannst du dir unseren ultimativen Bewerbungstoolkit holen.
Stell dir eine Konzipientin (=Rechtsanwaltsanwärterin) vor, die auf die Frage nach ihren Schwächen im Bewerbungsgespräch sagt, dass ihre größte Schwäche “Recherchieren” ist. Sie kann es nicht, sie will es nicht und es nervt sie. Noch mehr KO-Kriterium geht vermutlich nicht. Außer du kommst betrunken zum Interview 😉
Unpünktlich zu sein ist übrigens auch keine Schwäche – das ist der Grund warum du den Job NICHT bekommst. Genauso wie Pünktlichkeit übrigens keine Stärke ist, sondern eine Grundvoraussetzung.
Wenn du sagst, dass dir keine Schwächen einfallen bzw. dass du keine Schwächen hast, dann fragt sich der Personaler:
Überleg’ dir was alle diese Annahmen für dich und deinen Bewerbungsprozess bedeuten. Das ist übrigens auch der Grund warum die Frage nach wie vor gestellt wird – auch keine Antwort oder eine “fake” Antwort verrät viel über dich.
…dann solltest du dir „Vom Studium zum Traumjob“ – unser ultimatives Bewerbungstraining für Studenten bzw. Uni- und FH-Absolventen ansehen. Kostenfrei & Online. Hier erfährst du mehr.
Du hast jetzt also eine echte, authentische Schwäche. Sie ist keine versteckte Stärke und kein KO-Kriterium. Was kannst du noch falsch machen?
Du wirfst die Schwäche in den Raum ohne ein Beispiel dafür zu geben.
Ohne zusätzliche Infos kann man das wieder in alle Richtungen interpretieren. Bevor wir dazu kommen wie wir wirklich auf die Frage antworten – nämlich ehrlich, authentisch und in einer Art und Weise die unsere Jobchancen steigen lässt – sehen wir uns noch an welche Variationen es bei der Schwächen Frage gibt.
Die Frage nach den eigenen Schwächen kommt in vielen Formen vor. Das sind die häufigsten:
Die ersten drei Varianten sind alle ziemlich konkret und auf den Punkt. Es wird nach einer oder mehreren Schwächen gefragt. Es kann aber auch durchaus so gefragt werden…
Das hört sich im ersten Moment schon viel positiver an, ist aber trotzdem eine Frage nach einer aktuellen Schwäche von dir. Wie wär’s mit der Fragestellung…
Das ist ähnlich wie die vorige Frage. Allerdings setzt dir der Interviewer auch folgenden Gedanken in den Kopf:
“Was ist, wenn er/sie wirklich anruft?”
Damit soll deine Antwort noch ehrlicher ausfallen.
Es gibt noch unzählige Variationen, die paar Beispiele sollen dir nur zeigen, dass du meistens mehr als eine Schwäche brauchst und dass die Frage nicht immer so klar und direkt gestellt werden muss.
Beim Beschreiben von Schwächen kannst du folgendes System verwenden:
1. Schritt: Du fasst die Schwäche in einem Satz zusammen inklusive einer subtilen Relativierung. (z.B.: manchmal, ab und zu, gelegentlich, früher, es kommt vor).
2. Schritt: Du erzählst ein spezifisches Beispiel bzw. beschreibst die Schwäche.
3. Schritt: Du zeigst wie du die Schwäche in den Griff bekommen hast bzw. wie du da daran arbeitest.
Ich wähle bewusst eine Schwäche die relativ abgedroschen ist, um zu zeigen, dass man jede Schwäche mit diesem System erzählen kann.
“Früher, vor allem in meiner Schulzeit war’s nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, vor ganz vielen Menschen zu präsentieren. Wenn’s da Zeit war, ein Referat zu halten, dann war ich dabei immer sehr nervös. Das war auch am Anfang meines Studiums noch so. Was mir aber immer mehr bewusst geworden ist, wenn ich vor dem Vorstand oder der Abteilung präsentiere, dann muss das sitzen und perfekt sein.
Deshalb hab ich speziell in den letzten Semestern Kurse und Seminare gemacht bei denen ich präsentieren musste. Ich hab mich sozusagen selbst dazu gezwungen zu präsentieren. Dadurch bin ich immer besser geworden und habe auch realisiert, dass es gar nicht so schlimm ist wie ich immer geglaubt habe.
Ich hab jetzt vor kurzem auch mit einem Online-Kurs zu dem Thema gestartet, damit ich da noch besser werde. Aktuell würde ich es aber vermutlich noch als Schwäche von mir bezeichnen.”
Wir haben am Anfang “früher” verwendet. Am Ende haben wir gesagt, dass es “vermutlich” noch eine Schwäche ist. Das sind kleine Details, die wichtig sind um die Schwäche zu relativieren.
Du könntest noch ein bisschen mehr Details reinpacken. Wie heißt der Online-Kurs den du gemacht hast?
Dann wird die Antwort noch authentischer. Unser Gegenüber nimmt uns das zu 100 % ab. Und vor allem bleibt die Antwort in Erinnerung. Genau das willst du – im Kopf der Personaler bleiben.
Damit du dir bezüglich der ersten 3 Fragen den Kopf nicht mehr zerbrechen musst…
1. Lies dir den Artikel zu den 3 größten Fragen im Vorstellungsgespräch auf die du als Student bzw. Uni- / FH-Absolvent unbedingt eine Antwort haben solltest (inklusive der Frage nach dem Gehalt!).
2. Hol dir unseren Bewerbungs-Toolkit…
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Eine letzte Sache noch: